Unglücklicher Abschluss vor der WM-Pause: Sport-Union unterliegt Dortmund deutlich

Die Sport-Union Neckarsulm muss sich im letzten Spiel vor der nun anstehenden WM-Pause dem Team von Borussia Dortmund deutlich mit 26:38 (15:20) geschlagen gegeben und geht damit mit 8:8 Punkten in die rund sechswöchige Unterbrechung der Alsco Handball Bundesliga Frauen.

Nach zwei deutlichen Niederlagen in Oldenburg und Bensheim will sich das Team von Cheftrainer Thomas Zeitz gegen die top besetzte Mannschaft aus Dortmund vor allem wieder besser verkaufen, ist insgesamt aber vor allem aufgrund einer erneuten Abwehrschwäche im Spielverlauf ohne Chance.

Das Spiel startet in den ersten zehn Minuten und zunächst kann der Rückraum um Kapitänin Munia Smits, Kamila Kordovska und Paulina Uscinowicz vor allem offensiv dagegen halten. Beim 6:6 durch die tschechische Nationalspielerin Kamila Kordovska ist es allerdings zum letzten Mal im Spielverlauf ein Gleichstand zwischen beiden Teams. Sarah Wachter kommt im BVB-Tor immer besser in die Partie, gleichzeitig bekommt die SUN-Defensive wie bereits in Bensheim keinen Zugriff auf die Gäste über ein 6:9 und 10:15 bereits in der ersten Hälfte deutlicher in Rückstand.

Mit 1.211 Zuschauern ist die Ballei an einem Mittwochabend eigentlich bereit für einen spannenden Handballabend, doch der Sport-Union gelingt es in dieser Partie nicht, dem BVB Paroli zu bieten. Während die Borussia diszipliniert jeden Fehler mit einem schnellen Tor bestraft, rennt die Sport-Union lange dem Rückstand hinterher. Ist es in der ersten Halbzeit vor allem die Defensive, kommt die Sport-Union mit zunehmender Spielzeit auch immer schwieriger zum Torerfolg. Während die Neckarsulmerinnen also von der 41. Bis zur 57. Minute gerade einmal zwei Treffer erzielen können, setzt sich der BVB noch deutlicher ab und erhöht zwischenzeitlich auf 23:36. Am Ende ist es aus Neckarsulmer Sicht eine, auch in der Höhe, verdiente Niederlage und ein deutlicher Rückschlag vor der Pause.

„Wenn du 38 Gegentore bekommst, dann musst du keine große Analyse betreiben warum das Spie verloren gegangen ist. Dortmund war trotz des Programms, das sie haben, im Kopf und in den Füßen einen Schritt schneller und wir waren einfach zu passiv. Wir haben die ersten Zweikämpfe viel zu einfach verloren und haben glaube ich 14 Gegentore nach einem direkten Zweikampf mit dem Zug zum Tor bekommen. Wir wussten, dass beim BVB die Kooperation mit dem Kreis gut ist aber auch diese haben wir nicht in den Griff bekommen. So rennst du immer hinterher. Wir machen in der ersten Halbzeit 15 Tore und hätten da noch das ein oder andere Tor frei erzielen können. Aber wir bekommen auch in der 2. Halbzeit keine Stabilität in der Abwehr und dann wird es auch vorne immer schwieriger. Ich bin ein bisschen traurig und enttäuscht, weil ich der tollen Kulisse gerne auch einen tollen Fight geliefert hätte aber das haben wir nicht geschafft. Und nichtsdestotrotz haben wir jetzt 8:8 Punkte, hatten alle Teams aus den Top 4 bereits gehabt. Also sind wir eigentlich im Plan und dürfen bei all der Euphorie nach 8:4 Punkten nicht vergessen, wo wir her kommen.“, sagt Cheftrainer Thomas Zeitz nach der deutlichen Niederlage gegen Dortmund.

Für die SUN-Nationalspielerinnen Antje Döll, Lena Ivancok, Paulina Uscinowicz und Kamila Kordovska folgt nun die Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland und der Niederlande. Das restliche Team tankt die Akkus in den folgenden zwei Wochen auf, um ab dem 27. November wieder in die Vorbereitung auf die kommenden Spiele nach Weihnachten zu starten. Am 27. Dezember ist die Sport-Union zunächst auswärts in Tübingen bei der TuS Metzingen gefordert, nur drei Tage später empfängt man dann zuhause den BSV Sachsen Zwickau zum letzten Spiel des Jahres.

Alsco Handball Bundesliga Frauen: Sport-Union Neckarsulm – Borussia Dortmund 26:38 (15:20)

Neckarsulm:
Fossum (3 Paraden), Ivancok (3/1) – Hinkelmann (2 Tore), Gudmestad, Bruggeman, Soffel (4), Kordovska (3), Holtman, van der Linden, Ossenkopp, Smits (4), Albers, Holste, Döll (10/6), Uscinowicz (3/2)

Dortmund:
Szikora (6/1 Paraden), Wachter (8) – Grijseels (10/4 Tore), Kusian (1), Antl (7), van Maurik (2), Kamp Nielsen (1), Lassource (2/1), Husebo, Olsson (3), Vollebregt (2), Nestaker (4), Bleckmann (6)

Siebenmeter: SUN 8/10 – BVB 5/6

Zeitstrafen: SUN 1 – BVB 1

Schiedsrichter: Leon Bärmann / Nico Bärmann

Zuschauer: 1.211