Enttäuschende Leistung der Sport-Union Neckarsulm gegen die Wildcats aus Halle
Die Sport-Union Neckarsulm enttäuscht im ersten Heimspiel des Jahres 2026 und verliert das Heimspiel gegen den SV Union Halle-Neustadt mit 23:24 (10:10). Mit der Vertragsverlängerung von Antje Döll sowie 1.252 Zuschauer in der einmal mehr bestens gefüllten Ballei sind eigentlich beste Voraussetzungen für einen tollen Handball-Abend geschaffen, durch die knappe Niederlage gibt es allerdings einen Rückschlag für die Neckarsulmerinnen in der Alsco Handball Bundesliga Frauen.
Kapitänin Munia Smits (Kapselverletzung am Daumen der Wurfhand) sowie Lilli Holste (Rückenbeschwerden) können gegen die Wildcats zumindest angeschlagen im Kader stehen und die Sport-Union startet mit einer frühen 4:1-Führung gut in die Partie. Obwohl bereits in den ersten Minuten die ein oder andere Chance ausgelassen wird, baut Neckarsulm die Führung durch eine gute Defensive und dank einiger starken Paraden von Lena Ivancok im Tor die Führung auf 10:5 aus. Doch ab der 20. Minute gelingt der Sport-Union offensiv bis zur Pause nichts mehr. Der Angriff findet keine Ideen mehr gegen die Wildcats, dazu kann sich auch Gäste-Torhüterin Marijana Ilic einige Male auszeichnen. Völlig unerwartet kommt Halle-Neustadt somit noch vor der Pause plötzlich zurück in die Partie und kann Tor um Tor bis zum 10:10-Halbzeitstand aufschließen, während die Neckarsulmerinnen offensiv ratlos wirken.
Antje Döll und Alicia Soffel bringen die Sport-Union dann mit ihren Treffern wieder in Führung, doch auch in der zweiten Hälfte stottert der Offensiv-Motor ähnlich stark wie in den 10 torlosen Minuten vor der Halbzeitpause. Und während die Neckarsulmerinnen immer verunsicherter wirken, steht die Defensive der Wildcats auch immer besser und führt nach 41 Spielminuten durch das 15:16 erstmals in der Ballei. Zunächst entwickelt sich Kopf-an-Kopf-Rennen, doch als die Sport-Union erneut fast zehn Minuten ohne Torerfolg bleibt, zieht Halle-Neustadt davon. Nachdem Thomas Zeitz zwischenzeitlich vergeblich mit dem 7 gegen 6 einen Aufschwung im Neckarsulmer Angriffsspiel einleiten möchte, stellt er offensiv wieder auf 6 Feldspielerinnen um und lässt die Defensive früh offensiv decken um das Spiel noch drehen zu können. Auch die Wildcats wirken in der Schlussphase nämlich immer unsicherer und lassen die Sport-Union verkürzen. Angunn Gudmestad erzielt knapp 90 Sekunden vor der Schlusssirene den Treffer zum 23:24, in der Abwehr sichert Johanna Fossum mit einer wichtigen Parade den Ball, doch der Wurf im letzten Angriff der Sport-Union findet den Weg nur neben das Gehäuse der Wildcats.
„Glückwunsch an Halle zum verdienten Sieg. Es ist natürlich enttäuschend aber letztendlich haben es sich die Gäste auch hart erkämpft. Wir haben vernünftig angefangen, haben aber schon in der Anfangsphase ein paar Chancen liegen lassen und müssten höher führen. Aber auch ich hatte beim 10:5 das Gefühl, wir machen das schon irgendwie. Wir haben Halle die Türe dann allerdings relativ schnell wieder aufgemacht, die haben den Fuß bis zur Halbzeit rein gestellt und haben ihn auch nicht wieder raus genommen. Und während Halle von Minute zu Minute gewachsen ist, sind wir immer ein bisschen kleiner geworden. Trotzdem hat Halle uns immer wieder in Phasen die Möglichkeit gegeben, zurückzukommen aber wir konnten diese durch eigene Fehlwürfe oder technische Fehler nicht nutzen.Uns fehlt dann in diesen Situationen die Klarheit und die Souveränität. Wir haben es dann noch mit dem 7 gegen 6 versucht, allerdings hat das auch nicht so funktioniert wie noch in der vorherigen Woche in Bensheim. In der Theorie wussten wir, was wir machen wollen aber in der Praxis haben wir es im gesamten Spiel einfach nicht so umgesetzt. Wenn es bei uns gut läuft, dann können wir tolle Sachen machen aber wenn es eben nicht läuft, haben wir momentan noch zu wenig Anker. Aber das ist meine Aufgabe, daran zu arbeiten und man darf bei aller Enttäuschung auch nicht vergessen, dass sich das Halle heute mit ihrer Arbeit und dem Engagement verdient hat. Wir gehen am Montag wieder an die Arbeit, müssen von den Fehlern lernen und holen uns dann zwei Punkte in Buxtehude.“, sagt Thomas Zeitz nach Spielende.
Nächste Woche geht es für die Sport-Union dann nämlich wieder in der Fremde weiter und der Neckarsulmer Tross macht sich auf den Weg nach Buxtehude. Am Samstagnachmittag (16:00 Uhr, Halle Nord Buxtehude) trifft man auswärts mit dem BSV auf ein weiteres Team, das aktuell im unteren Tabellendrittel steht und hat die Möglichkeit, einige Schwächen aus der Heimniederlage gegen Halle wiedergutzumachen.
Alsco Handball Bundesliga Frauen: Sport-Union Neckarsulm – SV Union Halle-Neustadt 23:24 (10:10)
Neckarsulm:
Fossum (1 Parade), Ivancok (12) – Hinkelmann (1 Tor), Gudmestad (3), Bruggeman (3), Soffel (6), Kordovska, Holtman, van der Linden (1), Ossenkopp (2), Smits, Albers, Holste, Döll (7/5), Uscinowicz
Halle-Neustadt:
Szott, Ilic (13 Paraden) – Pallas (2 Tore), Molenaar (2), Marksteiner (6), Östlund (2), Büch (2), Hertha (1), Gruber (5), Polakova, Reuthal (4/1), Petika, Strauchmann
Siebenmeter: SUN 5/5 – HAL 1/1
Zeitstrafen: SUN 2 – HAL 2
Schiedsrichter: Maximilian Engeln / Felix Schmitz
Zuschauer: 1.252

