Ohne Chance gegen den THC: Sport-Union verliert deutlich mit 23:33

Die Sport-Union Neckarsulm verliert das Heimspiel gegen den Thüringer Handball Club deutlich mit 23:33 (12:17) und ist gegen die Gäste mit einer sehr starken Laura Kuske im Tor sowie Johanna Reichert im Rückraum am Samstagabend vor 1.064 Zuschauern ohne Chance.Der THC revanchiert sich damit für die überraschende Niederlage im Hinspiel und distanziert die Neckarsulmerinnen deutlich.

Ohne Kamila Kordovska, die sich im Training an der linken Hand verletzt hat, erwischt Neckarsulm einen ordentlichen Start in die Partie und geht durch Treffer von Annefleur Bruggeman und Munia Smits früh in Führung. Doch der Thüringer HC findet schnell ins Spiel, setzt sich mit hohem Tempo und konsequenter Chancenverwertung ab. Vor allem Johanna Reichert stellt die SUN-Abwehr immer wieder vor große Probleme und ist mit insgesamt 14 Treffern – davon sechs per Siebenmeter – die überragende Spielerin in der ersten Hälfte.

Nach einem frühen Team-Timeout der Gastgeberinnen (12.) kämpft sich Neckarsulm phasenweise heran, insbesondere Paulina Uścinowicz übernimmt nun mit Würfen aus dem Rückraum Verantwortung und erzielt allein in der ersten Halbzeit sechs Treffer. Dennoch geht es mit einem 12:17-Rückstand in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel versucht die Sport-Union, den Anschluss zu halten. Zunächst lassen die Neckarsulmerinnen hingegen eine Zeitstrafe ohne eigenen Treffer ungenutzt und erst später durch die Tore von Munia Smits, Iva van der Linden und Alicia Soffel keimt etwas Hoffnung auf. Doch Thüringen bleibt stabil und nutzt Ballverluste sowie Zeitstrafen der Neckarsulmerinnen konsequent aus. Spätestens Mitte der zweiten Halbzeit baut der THC seinen Vorsprung vor allem dank einer immer stärker werdenden Laura Kuske im Tor kontinuierlich aus und entscheidet die Partie vorzeitig. Am Ende steht eine 23:33-Niederlage für die Sport-Union Neckarsulm, bei der man erneut zu häufig an der eigenen Chancenverwertung scheitert.

„Der THC hat heute mit Laura Kuske eine überragende Torhüterin gehabt, dazu eine sehr starke Johanna Reichert aber generell finde ich, dass der THC ein gutes und kluges Spiel gemacht hat. Wir haben es versucht in der Deckung zu lösen und ich fand, dass wir es phasenweise auch ok gemacht haben. Wir haben aber jetzt zwei Heimspiele hinter uns, in denen wir jeweils 23 Tore machen. Ja, heute Abend auch gegen eine überragende Torfrau aber dann darfst du nicht deinen Plan aus der Hand geben und zu viele einfache Fehler. Denn dann kassierst du eben wie heute zusätzlich zu den normalen Gegentoren auch zu viele einfache Treffer. Wir hätten wahrscheinlich 250% mehr bringen müssen, um diesen THC zu schlagen aber man hätte es auf jeden Fall freundlicher gestalten können. Am Ende ist es ein Spiel, das wir nicht gewinnen mussten und für uns geht es am Montag wieder an die Arbeit um zu schauen, dass wir es am Mittwoch wieder besser machen. Es bringt auch nichts zu lange über solche Spiele zu sprechen aber natürlich werden wir das eine oder andere anschauen.“, sagt Cheftrainer Thomas Zeitz nach der Heimniederlage.

In diese Vorbereitung startet sein Team dann in der neuen Woche gegen die HSG Blomberg-Lippe. Mit dem Tabellenzweiten kommt schon am Mittwochabend (19:30 Uhr) ein weiteres Top-Team der Alsco Handball Bundesliga Frauen in die Ballei, mit dem sich die Neckarsulmerinnen messen werden.

 

Alsco Handball Bundesliga Frauen: Sport-Union Neckarsulm – Thüringer Handball Club 23:33 (12:17)

Neckarsulm:
Fossum (2 Paraden), Ivancok (8) – Hinkelmann, Gudmestad (1 Tor), Bruggeman (1), Soffel (2), Holtman, van der Linden (2), Ossenkopp, Smits (5), Albers (1), Holste, Döll (2), Uscinowicz (9/2)

Thüringen:
Lövgren Hallberg, Kuske (21/1 Paraden) – Hendrikse, Heider (2 Tore), Holm, Guarieiro, Niederwieser, Fargo (1), Scheib (6), Ott, Szabo (5), Reichert (14/6), Alarslan (2), Kuczora, de Abreu Rosa (3)

Zeitstrafen: SUN 2 – THC 5

Siebenmeter: SUN 2/3 – THC 6/7

Schiedsrichter: Christian vom Dorff / Fabian vom Dorff

Zuschauer: 1.064