Veränderung auf Rechtsaußen: Amber Verbraeken kehrt nach Neckarsulm zurück, Iva van der Linden verlässt den Verein

Im Zuge der Kaderplanungen für die Saison 2026/27 stellt die Sport-Union Neckarsulm die Weichen auf der Rechtsaußen-Position neu und setzt dabei auf ein bekanntes Gesicht: Amber Verbraeken kehrt nach zwei Jahren nach Neckarsulm zurück und hat einen Vertrag bis 2028 unterzeichnet. Die Niederländerin war 2024 zur HSG Blomberg-Lippe gewechselt, schlägt nun jedoch erneut ihre sportliche Heimat in Neckarsulm auf und blickt mit großer Vorfreude auf ihr Comeback.

Im Gegenzug wird Iva van der Linden den Verein im Sommer verlassen. Die sympathische Rechtsaußen absolviert aktuell ihre zweite Saison im Trikot der Sport-Union und bildet gemeinsam mit Meret Ossenkopp das Gespann auf der rechten Außenbahn.

„Der Vertrag von Iva van der Linden läuft zum Saisonende aus und wir haben uns mit einem lachenden sowie mit einem weinenden Auge dazu entschieden, den Vertrag nicht zu verlängern. Ich glaube, dass wir im Verein mit Iva eine sehr verlässliche junge Frau haben, die immer 100 % gibt und dabei eine Fröhlichkeit und Einstellung zeigt, die bemerkenswert ist. Leider war die Abschlussquote bzw. die Effektivität in den zwei Jahren nicht so, wie ich bzw. wie wir es uns erhofft haben. Daher haben wir beschlossen, jemand anderem das Vertrauen für die neue Saison zu geben. Dennoch tut es mir sehr leid, weil ich Iva als Mensch vor allem sehr mag aber so ist es manchmal im Sport und wir gehen im absolut Guten auseinander. Ich wünsche Iva von Herzen nur das Beste für ihren weiteren Weg und sie wird in Neckarsulm immer willkommen sein, weil sie ihren Job in den beiden Jahren immer mit vollem Einsatz gemacht hat.“, erklärt Thomas Zeitz die Entscheidung für eine Veränderung.

Mit Dankbarkeit blickt Iva van der Linden auf ihre Zeit in Neckarsulm zurück und richtet zum Abschied persönliche Worte an Team, Umfeld und Fans. „Nachdem ich immer positives Feedback erhalten habe, kam es für mich völlig überraschend, dass der Verein beschlossen hat, nicht mit mir weiterzumachen und ich bin von der Entscheidung enttäuscht. Ich habe mich hier von Anfang an sehr wohlgefühlt. Ich möchte meinem Team, allen Fans und den Ehrenamtlichen für zwei wunderbare Jahre danken. Bis zur letzten Minute werde ich weiterhin alles für den Verein geben. Ich wünsche allen für die Zukunft nur das Beste.“, sagt van der Linden.

Die mittlerweile 27-Jährige ist 2024 aus Schweden zur Sport-Union gewechselt, hat aber bereits damals reichlich HBF-Erfahrung aus ihrer Zeit in der 2. Bundesliga für  Kirchhof und Berlin mitgebracht. Nachdem die Niederländerin im ersten Jahr 21 Tore erzielen konnte, steht sie in der laufenden Saison bei 28 Toren für die Sport-Union und hat ihre Qualitäten mit einer 100%-Quote sowie 7 erzielten Treffern zuletzt vor allem beim Auswärtsspiel in Bensheim unter Beweis stellen können.Wohin es van der Linden in der kommenden Saison ziehen wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch offen.

Für Amber Verbraeken waren die beiden vergangenen Jahre vor allem eine Chance, sich in Blomberg auf internationalem Niveau präsentieren zu können nachdem sie sich als beste Torschützin aus Neckarsulm verabschiedet hatte. Das erste Jahr in Blomberg war für die Linkshänderin allerdings von (Verletzung-)Pech geprägt. Im European League-Auswärtsspiel in Lubin reißt sich Verbraeken vor knapp einem Jahr das Kreuzband und kämpft seitdem hart für ihr erfolgreiches Comeback. In gewohnter Umgebung will die  23-Jährige nun zurück zu alter Stärke finden und hat sich daher für einen Wechsel nach Neckarsulm entschieden.

„Neckarsulm war damals mein erster Schritt ins Ausland. Dort habe ich nicht nur die Liga kennengelernt, sondern auch mich selbst persönlich weiterentwickelt. Unter Thomas Zeitz habe ich dieses starke Familiengefühl im Verein gespürt und mit genau diesem Gefühl habe ich mich damals auch verabschiedet. Nach einem Jahr, in dem ich durch meinen Kreuzbandriss einen sehr individuellen Weg gegangen bin, fühlt es sich jetzt einfach richtig an, in dieses vertraute und warme Umfeld zurückzukehren. Ich bin vor zwei Jahren nach Blomberg gegangen, um auf einem höheren Niveau zu spielen. Ich durfte Europa-League-Luft schnuppern und bin mental deutlich stärker geworden. Ich habe die Reha mit vollem Einsatz angenommen und unglaublich viel daraus gelernt. Ich habe mittlerweile aber wieder volles Vertrauen in mein Knie und meinen Körper und werde alles dafür tun, um bald wieder auf dem Feld zu stehen und richtig Gas zu geben.“, gibt Verbraeken einen Einblick in ihre aktuelle Situation. Vor ihrer Verletzung und dem Wechsel hatte Verbraeken bei der Sport-Union ein besonderes Jahr und sich für die internationale Herausforderung mit 135 Toren, darunter 100 Feldtore, empfohlen. Und auch in Blomberg hatte sie zum Start in der 1. Bundesliga mit durchschnittlich 2,6 Toren eine gute Quote, an die sie nach ihrem Comeback langfristig wieder anknüpfen möchte.

„Ich komme mit dem Anspruch zurück, dort weiterzumachen, wo ich aufgehört habe: mit ganz viel Freude im Team zu arbeiten, mich jeden Tag weiterzuentwickeln und in den Spielen meinen Beitrag zu leisten. Ich freue mich riesig darauf, wieder in der Ballei spielen zu dürfen – mit alten Bekannten, aber natürlich auch mit den neuen Mädels.“, so Verbraeken weiter.

„Wir waren für Rechtsaußen auf der Suche, jemanden mit einer tragenderen Rolle zu finden und sind sehr froh, mit Amber eine Spielerin gefunden zu haben, die uns allen noch in bester Erinnerung geblieben ist. Auch wenn Amber momentan nach einem Kreubandriss an ihrem Comeback arbeitet. Ich habe hier absolut keine Sorge und sie ist auf einem guten Weg, wieder aufs Parkett zurückzukehren. Wir wissen, was wir an Amber sportlich als auch menschlich haben und wir wollen gerne zusammen an die Zeit anknüpfen, als sie uns verlassen hat. Sie ist damals als eine Top 10-Torschützin gegangen, war eine verlässliche 7m-Werferin und eine Vollstreckerin, die auch immer ein Sonnenschein war. Sie hat in unserem Team auch immer für etwas Verrücktes und Außergewöhnliches gesorgt und das wird unsere Mannschaft bereichern. Wir wünschen Amber, dass sie daher jetzt langsam und bestmöglich rein kommt, dass wir dann ab Juli gemeinsam in die Zukunft gehen und da weiter machen wo wir vor zwei Jahren aufgehört haben.“, freut sich Zeitz über die Rückkehrerin.