Unentschieden gegen Oldenburg: Sport-Union Neckarsulm bekommt Ausgleich in der Schlusssekunde

Durch einen bitteren Gegentreffer in der letzten Sekunde muss die Sport-Union Neckarsulm unglücklich einen Punkt im Heimspiel gegen den VfL Oldenburg. Vor 1.087 Zuschauern endet die Partie der beiden direkten Konkurrenten in der Alsco Handball Bundesliga Frauen mit 26:26 (14:13).

Die Gäste aus Oldenburg erwischen den besseren Start und gehen früh mit 0:2 in Führung. Doch Neckarsulm findet schnell ins Spiel: Über Kapitänin Munia Smits, Antje Döll, Kim Hinkelmann und eine treffsichere Meret Ossenkopp dreht die Sport-Union die Partie zwischenzeitlich auf 8:5. Besonders Meret Ossenkopp übernimmt am Mittwochabend mit ihren Würfen viel Verantwortung und ist mit sieben Treffern beste Werferin ihres Teams. Dennoch bleibt ein Manko in der ersten Hälfte: die Chancenverwertung. Immer wieder erspielt sich Neckarsulm gute Möglichkeiten, lässt jedoch zu viele freie Würfe liegen. Statt einer möglichen Drei- oder Vier-Tore-Führung steht zur Pause lediglich ein 14:13 auf der Anzeigetafel.

„Ich hadere mit der Chancenverwertung in der ersten Halbzeit. Wir haben so viele freie Würfe in den ersten 30 Minuten, dass du nicht mit dem 14:13 in die Kabine gehen musst sondern vielleicht eher einen Abstand von drei oder vier Toren auf der Anzeigetafel hast.“, resümiert Cheftrainer Thomas Zeitz nach der Partie.

Auch im zweiten Durchgang bleibt die Begegnung ausgeglichen und die Gäste aus Oldenburg halten trotz der hohen Belastung der letzten Wochen konsequent dagegen. Die Führung wechselt mehrfach, keine Mannschaft kann sich entscheidend absetzen. Beim Stand von 20:21 dreht Neckarsulm noch einmal auf: Ossenkopp, Smits und Kordovská bringen die Gastgeberinnen mit einem 5:1-Lauf 25:22 in Front (54.). Spätestens nach dem Treffer von Annefleur Bruggeman zum 26:23 in der 57. Minute scheint der Heimsieg greifbar.

Doch Oldenburg gibt sich nicht geschlagen. Zwei schnelle Treffer bringen die Gäste wieder heran. Nach einer letzten Auszeit der SUN in der 59. Minute verteidigt Neckarsulm den knappen Vorsprung – bis zur letzten Aktion. Im Angriff vergibt man leider unglücklich den eigenen Ball, mit den letzten Sekunden der Partie erzielt Pam Korsten im darauffolgenden Angriff den 26:26-Ausgleich und sorgt für Ernüchterung in der Ballei.

„Die Halle hat unsere Mädels auf jeden Fall noch einmal gepusht, um in den letzten zehn Minuten das Spiel wieder zu drehen und in Führung zu gehen. Dafür möchte ich mich zunächst bedanken. Wenn du in der letzten Sekunde dann das Gegentor bekommst, ist es immer ärgerlich. Wir wussten, dass es gegen Oldenburg für uns ein schweres Spiel wird und die zweite Hälfte ging dann auch im Ergebnis hin und her. Vielleicht hätten wir das 7 gegen 6 ein bisschen länger spielen lassen sollen. Das sind meine Gedanken, die ich so kurz nach dem Spiel habe. Aber grundsätzlich hadere ich so ein bisschen mit den freien Chancen, die wir in der ersten Halbzeit vergeben. Es ist wie es ist, wir haben einen Punkt mitgenommen. Und beim nächsten Mal geben wir gegen Oldenburg wieder alles, dass es dann zwei Punkte werden.“, so Zeitz weiter.

Damit verbleibt den Neckarsulmerinnen noch ein letztes Heimspiel vor den anstehen den Playoffs der Alsco Handball Bundesliga Frauen. Am 21. März empfängt die Sport-Union um 18:00 Uhr zuhause den TuS Metzingen zum erneuten Süd-Derby in der Ballei. Die nächste Partie im Spielplan der HBF steht dann bereits kommende Woche am Freitag, 27. Februar 2026, um 19:30 Uhr bei Borussia Dortmund auf dem Programm.

 

Alsco Handball Bundesliga Frauen: Sport-Union Neckarsulm – VfL Oldenburg 26:26 (14:13)

Neckarsulm:
Fossum (2/2 Paraden), Ivancok (16) – Hinkelmann (2 Tore), Gudmestad (3), Bruggeman (1), Soffel (2), Kordovska (2), Holtman, van der Linden, Ossenkopp (7), Smits (5), Albers, Döll (2/1), Uscinowicz (2/2)

Oldenburg:
Kohorst (9 Paraden), Humpert – Borutta (2 Tore), Teiken (2), Reinemann (3), Martens (4), Steffen (2), Oetjen, Pfundstein (2), Granicka (6/1), Korsten (4), Golla (2), Behrend (1), Fragge

Siebenmeter: SUN 3/4 – OLD 1/4

Zeitstrafen: SUN 3 – OLD 3

Schiedsrichter: Jan Lier / Manuel Lier

Zuschauer: 1.087