31:37-Heimniederlage gegen Zwickau
Die Sport-Union Neckarsulm muss sich im zweiten Playdown-Heimspiel dem BSV Sachsen Zwickau mit 31:37 (14:16) geschlagen geben. Vor 856 Zuschauern in der Ballei zeigt die SUN vor allem offensiv über weite Strecken eine engagierte Leistung, bekommt den Angriff der Gäste defensiv jedoch zu selten kontrolliert und kann die Punkte deshalb nicht in Neckarsulm behalten. Nach den personellen Rückschlägen der vergangenen Wochen fehlt den Neckarsulmerinnen dabei auch noch Paulina Uscinowicz mit einem Mittelhandbruch aus dem Spiel in Göppingen sowie Alicia Soffel, die sich im Abschlusstraining für das Zwickau-Spiel am Knie verletzte und nicht eingesetzt werden konnte.
Die Partie beginnt ausgeglichen. Nach frühem Rückstand arbeitet sich Neckarsulm schnell zurück und findet insbesondere über Lynn Holtman und Annefleur Bruggeman immer wieder Lösungen im Angriffsspiel. Mitte der ersten Halbzeit übernimmt die SUN sogar die Führung und setzt sich beim 12:9 erstmals etwas ab. Die Gastgeberinnen spielen mutig nach vorne und nutzen ihre Chancen konsequent.
Zwickau bleibt jedoch dran und findet vor allem über Silje Brøns Petersen, Laura Szabó und Zoe Stens immer wieder erfolgreiche Abschlüsse. In dieser Phase gelingt es Neckarsulm zu selten, im Defensivverbund Zugriff zu bekommen oder wichtige Paraden zu erzwingen. Die Gäste drehen die Partie noch vor der Pause wieder auf 16:14.
Auch nach dem Seitenwechsel stemmt sich die Sport-Union gegen die drohende Niederlage. Kim Hinkelmann, Antje Döll und Annefleur Bruggeman übernehmen Verantwortung, dazu sorgt Lynn Holtman mit insgesamt sieben Treffern immer wieder für wichtige Impulse. Dennoch schafft es Neckarsulm nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Vor allem defensiv findet die SUN über die gesamte Spielzeit nicht die notwendige Stabilität, während Zwickau seine Chancen konsequent nutzt.
So setzen sich die Gäste Mitte der zweiten Hälfte zunehmend ab. Neckarsulm kämpft bis in die Schlussminuten weiter, kann den Rückstand aber nicht mehr entscheidend verkürzen. Am Ende steht eine 31:37-Heimniederlage in der Ballei.
„Wenn ich sehe, wie die Mädels das heute gemacht haben, bin ich vielmehr stolz, als dass ich über Fehler spreche. Unser größeres Fragezeichen war der Angriff und die Frage, wie machen wir es da. Da haben wir dann aber gute Lösungen gefunden und die Mädels haben es mit Bravour gemacht. Das Sieben-gegen-Sechs von Zwickau haben wir hingegen nicht verteidigt bekommen; das haben sie sehr gut gespielt und darüber 37 Buden gemacht − da hätte es von uns einige andere Dinge gebraucht. Dennoch bin ich weit weg davon, unzufrieden zu sein. Wir sind in einer Situation, die schwierig ist, wollen aber diejenigen Spielerinnen, die gesund sind, jetzt auch gesund in die Sommerpause bringen.“, sagt Thomas Zeitz nach der Partie zur Niederlage gegen Zwickau sowie der aktuellen Personalsituation im Hinblick auf die kommenden Spiele.
Alsco Handball Bundesliga Frauen: Sport-Union Neckarsulm – BSV Sachsen Zwickau 31:37 (14:16)
Neckarsulm:
Fossum (2/1 Paraden), Ivancok (3) – Hinkelmann (6 Tore), Bruggeman (6), Soffel, Holtman (7), van der Linden (2), Ossenkopp (1), Siegle, Albers (1), Holste (2), Döll (6/2)
Zwickau:
Janßen (7 Paraden), Curth (1) – Szabo (8/6 Tore), Gierga, Kähr (4), Brøns Petersen (8/1), Walkowiak, Hasselbusch (2), Niewiadomska (4), Nakayama, Stens (6), Steverink (5)
Siebenmeter: SUN 2/3 – ZWI 7/9
Zeitstrafen: SUN 3 – ZWI 1
Schiedsrichter: Leon Bärmann / Nico Bärmann
Zuschauer: 856

