Emotionale Verabschiedung zum Saisonabschluss trotz Niederlage gegen Oldenburg
Die Saison 2025/26 endet für die Sport-Union Neckarsulm mit einer deutlichen 26:36 (13:19)-Heimniederlage gegen den VfL Oldenburg. Vor 1.084 Zuschauern in der Ballei gelingt es den SUN am letzten Spieltag der Playoffs um die Plätze fünf bis elf nicht, sich mit einem Erfolgserlebnis in die Sommerpause zu verabschieden.
Dabei erwischt die Mannschaft von Trainer Thomas Zeitz einen schwierigen Start. Oldenburg setzt sich früh auf 2:7 ab und zwingt die Neckarsulmerinnen bereits nach knapp sieben Minuten zur ersten Auszeit. Trotz großer Moral und einzelner guter Phasen gelingt es der Sport-Union nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Zur Pause liegt Neckarsulm mit 13:19 zurück.
Auch nach dem Seitenwechsel bestimmen die Gäste das Geschehen. Oldenburg baut den Vorsprung kontinuierlich aus und nutzt die Fehler der SUN konsequent aus. Zwar stemmt sich Neckarsulm bis zum Schluss gegen die Niederlage, doch näher als auf sechs Tore kommt die Mannschaft nicht mehr heran. Am Ende steht ein verdienter 26:36-Erfolg für den VfL Oldenburg auf der Anzeigetafel.
Die besten Torschützinnen auf Neckarsulmer Seite sind Kim Hinkelmann und Iva van der Linden mit jeweils vier Treffern. Annefleur Bruggeman, Antje Döll und Angunn Gudmestad steuern jeweils drei Tore bei.
Trotz der sportlichen Enttäuschung stehen nach dem Abpfiff vor allem die Emotionen im Mittelpunkt. Die Mannschaft verabschiedet sich gemeinsam mit den Fans von mehreren Spielerinnen, allen voran von Iva van der Linden, die ihre aktive Karriere beendet. Die Niederländerin setzt mit vier Treffern noch einmal sportliche Akzente und erlebt anschließend einen bewegenden Abschied in der Ballei.
Die Niederlage kann den positiven Gesamteindruck der Saison jedoch nur bedingt trüben. Die Sport-Union spielt eine starke Hauptrunde, etabliert sich über weite Strecken in der Spitzengruppe der Liga und schafft damit die Grundlage für die Teilnahme an den Playoffs. Dort gelingt es nicht die personellen Rückschläge besser zu verkraften, weshalb das Team von Trainer Thomas Zeitz in der Tabelle etwas abrutscht. Am Ende eines emotionalen Abends überwiegen neben der Enttäuschung über das Ergebnis auch Stolz und Dankbarkeit – für eine Mannschaft, die in dieser Saison viele besondere Momente geschaffen hat und ihren Fans bis zum letzten Spieltag alles gegeben hat.
„Der sechste Platz nach der Hauptrunde war ein Spiegelbild dafür, dass wir unseren Weg weitergegangen sind. Aber wir haben dann in den Playoffs kein komplett gutes Spiel mehr gemacht, sondern immer nur mehr oder weniger gute Phasen gehabt. Dass es jetzt am Ende so geworden ist, wie es geworden ist, hat Gründe, die wir alle kennen.“, sagt Zeitz.
Alsco Handball Bundesliga Frauen: Sport-Union Neckarsulm – VfL Oldenburg 26:36 (13:19)
Neckarsulm:
Fossum (2/1 Paraden), Ivancok (4/1) – Hinkelmann (4 Tore), Gudmestad (3), Bruggeman (3), Soffel (1), Holtman (2), van der Linden (4/1), Schäfer (1/1), Ossenkopp (1), Albers (2), Holste (2), Döll (3/1)
Oldenburg:
Winters (1/1 Paraden), Humpert (8/2) – Borutta (8 Tore), Teiken (1), Reinemann (3), Genz, Janssen (1), Martens (3), Steffen (6), Oetjen, Granicka (5/2), Röpcke (2), Golla (6), Behrend (1), Fragge
Siebenmeter: SUN 3/7 – OLD 2/4
Zeitstrafen: SUN 4 – OLD 3
Schiedsrichter: Nicolas Jaros / Felix Funk
Zuschauer: 1.084

