Starker Beginn reicht nicht: Sport-Union unterliegt in Oldenburg
Die Sport-Union Neckarsulm muss sich am vierten Spieltag der Alsco Handball Bundesliga Frauen beim VfL Oldenburg mit 23:29 (12:14) geschlagen geben. In der Kleinen EWE Arena erwischt das Team von Cheftrainer Thomas Zeitz einen starken Start, verliert anschließend jedoch den Rhythmus und läuft nach einem 0:8-Lauf bis zum Ende einem Rückstand hinterher. Beste Neckarsulmer Werferin ist Fanny Elovson mit sechs Treffern.
Die Sport-Union beginnt konzentriert und setzt in den ersten Minuten genau die Akzente, die sie sich für das Auswärtsspiel vorgenommen hat. Antje Döll eröffnet die Partie vom Siebenmeterpunkt, anschließend sorgen Fanny Elovson, Alessia Riner und Sina Ehmann für eine frühe 5:1-Führung. Als Riner in der neunten Minute bereits ihren dritten Treffer erzielt, liegt Neckarsulm mit 7:2 vorne. Wenig später stellt Elovson sogar auf 8:3 (14.).
Doch danach reißt der Faden im Neckarsulmer Spiel. Während die Sport-Union im Angriff mehrfach ohne Torerfolg bleibt, kommt Oldenburg zunehmend besser in die Partie. Der VfL nutzt seine Möglichkeiten konsequent, gleicht beim 8:8 erstmals aus und dreht die Begegnung mit insgesamt acht Treffern in Folge auf 11:8. Neckarsulm fängt sich vor der Pause wieder etwas und verkürzt durch Elovson, Meret Ossenkopp und Riner auf 12:14.
Nach dem Seitenwechsel erwischt Oldenburg den besseren Start. Die Gastgeberinnen bauen ihren Vorsprung innerhalb weniger Minuten auf 17:12 aus. Annefleur Bruggeman und Merle Albers bringen die Sport-Union noch einmal auf drei Tore heran, doch der VfL antwortet erneut und setzt sich bis zur 43. Minute auf 22:15 ab.
Neckarsulm kämpft bis zum Ende, kann die Partie aber nicht mehr entscheidend drehen. In der Schlussphase verkürzen Döll, Ossenkopp und Kamila Březinová zwischenzeitlich auf 25:21. Näher kommt die Sport-Union allerdings nicht mehr heran. Oldenburg behält in den letzten Minuten die Kontrolle und entscheidet die Begegnung mit 29:23 für sich.
„Wir starten sehr gut in das Spiel und setzen vieles von dem um, was wir uns vorgenommen haben. Dann verlieren wir im Angriff komplett unseren Rhythmus und ermöglichen Oldenburg mit unseren Fehlern einen 8:0-Lauf. Davon erholen wir uns nicht mehr richtig. Wir kämpfen uns zwar mehrfach wieder etwas heran, schaffen es aber nicht, über 60 Minuten die nötige Konstanz auf die Platte zu bringen. Daran müssen wir in der Länderspielpause weiterarbeiten“, sagt SUN-Cheftrainer Thomas Zeitz.
Für Karolain Lewandowski ist die Partie zugleich das erste Spiel im Trikot der Sport-Union. Die brasilianische Rückraumspielerin war erst wenige Tage zuvor in Neckarsulm angekommen und gehörte in Oldenburg erstmals zum Kader.
Mit der vierten Niederlage im vierten Saisonspiel wartet die Sport-Union weiterhin auf die ersten Punkte. Nach der anstehenden Länderspielpause geht es für Neckarsulm zunächst im DHB-Pokal weiter. Am 3. Oktober trifft das Team von Thomas Zeitz auswärts auf den Buxtehuder SV. Nach der knappen 26:27-Niederlage in der Liga kommt es damit bereits nach wenigen Wochen zum schnellen Wiedersehen mit den Norddeutschen.
Alsco Handball Bundesliga Frauen: VfL Oldenburg – Sport-Union Neckarsulm 29:23 (14:12)
VfL Oldenburg: Janßen, Kohorst (17/1 Paraden); Teiken (1 Tor), Reinemann (8/3), Birnkammer (5), Müller (5), Granicka (2), Wolff (1/1), Golla (3), Behrend (4), Fragge, Schmidt, Oetjen, Munderloh.
Sport-Union Neckarsulm: Linder (3 Paraden), Györi (4); Hinkelmann, Elovson (6 Tore), Bruggeman (1), Soffel, Březinová (1), Riner (5), Ossenkopp (2), Lewandowski, Ehmann (2), Albers (2), Verbraeken, Döll (4/1), Uścinowicz.
Siebenmeter: Oldenburg 4/4 – Neckarsulm 1/4
Zeitstrafen: Oldenburg 1 – Neckarsulm 3
Zuschauer: 962

